Reise nach Spanien  
 

Lanzarote 

Lanzarote ist geographisch gesehen die Insel der Kanaren, die am nahesten zu Afrika bzw. Europa liegt, da sie die nordöstlichste Insel ist. Auf einer Gesamtfläche von 850 km² leben 120 000 Menschen. Die Insel wurde bedingt durch die Nähe zu Afrika (ca.140km) wahrscheinlich als erstes besiedelt etwa um 1100 v.Chr. von den Phöniziern.

Wettertechnisch ist Lanzarote, genau wie die anderen Insel sehr gut gelegen. Das Klima ist ganzjährig mild (ca. 20°C im durchschnitt) und selbst im Januar noch gut erträglich (Ø 16°C). Auffällig ist jedoch, dass es sehr wenig Niederschlag gibt. Dementsprechend ist die Vegetation sehr karg und die einzigen ursprünglichen Säugetiere waren Fledermäuse. Später wurden viele andere Tiere hierher gebracht, wie z.B. das Dromedar, welches als Lasttier benutzt wurde. Als in den 50er Jahren der Tourismus anfing zu boomen, bekam man immer größere Trinkwasserprobleme. Zuerst versuchte man mit Tankschiffen Wasser von Gran Canaria und Teneriffa auf die Insel zu schaffen. Später aber baute man eine Meerwasserentsalzungsanlage, welche jedoch sehr viel Energie verbraucht. Trotzdem ist sie noch in Betrieb.

Ungewöhnlich für die dortigen Bedingungen ist auch, dass man wider der klimatischen Umstände Weinbau betreibt. Dies ist möglich durch den Einsatz von Vulkanasche mit der man aus der Luft die nötige Feuchte zu Bewässerung der Pflanzen einfangen kann.

Als Sehenswürdigkeiten gelten z.B. der Kakteenpark Jardin du Cactus oder der Mirador del Rio, der nördliche Aussichtspunkt von Cesar Manrique.

Lanzarote besitzt eine Küstenlänge von etwa 210km, wovon aber nur 10km Sandstrand und 16 km Kiesstrand sind. Der Rest ist Felsküste.

Markant ragen die Vulkankegel aus der Landschaft empor, die jedem Reisemensch das Herz zur Schmelze bringen.